Hintergrundinformationen zum Instrumentenkasten

 

Der Instrumentenkasten ist ein Online-Informationssystem über Gleichstellungsmaßnahmen und enthält ausgewählte Beispiele aus der Praxis für die Praxis. Er soll als Serviceangebot die Mitgliedseinrichtungen der DFG bei der Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards unterstützen. Die im Instrumentenkasten enthaltenen Modellbeispiele werden in einem qualitätsgesicherten Verfahren ausgewählt, wobei eine breite Varianz und die Vermeidung von Doppelungen von Maßnahmen angestrebt wird. Möglichst verschiedene Beispiele sollen einen Überblick über die Bandbreite von möglichen Gleichstellungsmaßnahmen bieten und Nutzende in die Lage versetzen, für die eigene Einrichtung sinnvolle Maßnahmen zu konzipieren.

 

Nachfolgend finden Sie weitere Informationen zu den inhaltlichen Aspekten des Instrumentenkastens. Diese Aspekte betreffen insbesondere dessen Entstehungsgeschichte, die Qualitätssicherung der enthaltenen Informationen sowie Ausführungen zum Nutzen des Instrumentenkastens für die Auswahl von Chancengleichheitsmaßnahmen an wissenschaftlichen Einrichtungen.

 

1. Entstehungsgeschichte: Der Instrumentenkasten als Teil der Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG

1.1. Was sind die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG?

1.2. Wer hat den Instrumentenkasten für die DFG erstellt?

 

2. Nutzen, Informationsgehalt und Qualitätssicherung des Instrumentenkastens

2.1. Welchen Nutzen hat die Bereitstellung des Instrumentenkastens?

2.2. Wie unterstützt der Instrumentenkasten die Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards durch die Mitgliedseinrichtungen der DFG?

2.3. Welche Informationen enthält der Instrumentenkasten?

2.4. Bundes- und Ländermaßnahmen zur Chancengleichheit

2.5. Wie wurden die Modellbeispiele ausgewählt?

 

3. Verfahren zur Änderung und Ergänzung von Modellbeispielen, Kontaktinformation

3.1. Änderungen und Ergänzungen von vorhandenen Modellbeispielen

3.2. Neuaufnahme weiterer Modellbeispiele

 


 

1. Entstehungsgeschichte: Der Instrumentenkasten als Teil der Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG

 

1.1. Was sind die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG?

 

Die Erstellung und Bereitstellung des Instrumentenkastens als Informationssystem für die Wissenschaft ist ein Teil des Konzeptes zur Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG. Diese Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards stellen eine zunächst auf fünf Jahre (2008 bis 2013) angelegte Initiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Verbesserung der Chancengleichheit im deutschen Wissenschaftssystem dar. Ihr Hauptziel ist es, so schnell wie möglich eine signifikante Steigerung der Frauenanteile auf allen Karrierestufen des deutschen Wissenschaftssystems zu erreichen.

 

Weitere Informationen zu den Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards, insbesondere den vollständigen Text, das Umsetzungskonzept und Kontaktinformationen finden Sie auf der Internetpräsentation der DFG über den Link: www.dfg.de/chancengleichheit

 

 

1.2. Wer hat den Instrumentenkasten für die DFG erstellt?

Der Instrumentenkasten wird im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft e.V. (DFG) von GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS) erstellt und bereitgestellt. Die Aufgaben der GESIS umfassen die Programmierung der dem Instrumentenkasten zugrundeliegenden Datenbank, das Hosting der Webseite sowie insbesondere die Zusammenstellung und die Qualitätsprüfung der im Instrumentenkasten enthaltenen Chancengleichheitsmaßnahmen durch den Arbeitsbereich Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS.

 

Weitere Informationen zu GESIS und CEWS:

GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften e.V. (GESIS):

http://www.gesis.org

Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS:

http://www.cews.org

 

2. Nutzen, Informationsgehalt und Qualitätssicherung des Instrumentenkastens

 

2.1. Welchen Nutzen hat die Bereitstellung des Instrumentenkastens?

 

Der Instrumentenkasten bietet wissenschaftlichen Einrichtungen, Gleichstellungsbeauftragten sowie Forscherinnen und Forschern eine strukturierte Informationsbasis über Modellbeispiele von Chancengleichheitsmaßnahmen. Ziel ist es, die Bandbreite von vorbildlichen Praxisbeispielen zu präsentieren und einer gezielten und individuellen Recherche zugänglich zu machen.

 

Im Instrumentenkasten ist die in Deutschland bekannte Bandbreite von Chancengleichheitsmaßnahmen recherchierbar, gleichzeitig werden die Wirkungsweisen und Rahmenbedingungen solcher Maßnahmen zur Prüfung einer Übertragbarkeit auf die eigene Einrichtung dargestellt. Hierbei erhebt die vorliegende Sammlung von ausgewählten Modellbeispielen keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Um den Mitgliedseinrichtungen der DFG so schnell wie möglich den Instrumentenkasten zur Verfügung zu stellen, wurden die Modellbeispiele aus der Fülle der öffentlich zugänglichen Informationen zu Chancengleichheitsmaßnahmen an wissenschaftlichen Einrichtungen ermittelt und in einem qualitätsgesicherten Verfahren ausgewählt. Die Ergänzung und Erweiterung des Instrumentenkastens ist gewünscht, daher werden Hinweise und Informationen zu weiteren erprobten und innovativen Maßnahmen ausdrücklich begrüßt (S. 3. Verfahren zur Änderung und Ergänzung von Modellbeispielen).

 

Der Vorbildcharakter der ausgewählten Modellbeispiele wird auch durch ihre Übertragbarkeit gewährleistet. Die für den Instrumentenkasten ausgewählten Chancengleichheitsmaßnahmen sind überwiegend ohne Einschränkungen auf andere wissenschaftliche Einrichtungen übertragbar und hängen in der Regel nicht von besonderen Rahmenbedingungen ab.

 

2.2. Wie unterstützt der Instrumentenkasten die Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards durch die Mitgliedseinrichtungen der DFG?

 

Die Realisierung von nachhaltiger Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung erfordert ein umfassendes Konzept zur Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit und zur Erhöhung des Frauenanteils für die gesamte Einrichtung. Der Instrumentenkasten bietet den Mitgliedseinrichtungen der DFG eine konkrete Unterstützung bei der Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Gleichstellungskonzepte. Im Prozess der Umsetzung und Weiterentwicklung von Gleichstellungskonzepten setzt er nach der Analyse des Ist-Zustandes sowie der Identifizierung der individuellen Bedürfnisse der wissenschaftlichen Einrichtungen an. Die vielfältigen Rechercheoptionen ermöglichen einen gezielten und strukturierten Zugang zu der großen Bandbreite von qualitätsgeprüften Modellbeispielen. Hierdurch werden die wissenschaftlichen Einrichtungen in die Lage versetzt, entsprechend ihren individuellen Zielen und Strategien Maßnahmen zur Realisierung von Chancengleichheit auszuwählen und umzusetzen.

 

 

2.3. Welche Informationen enthält der Instrumentenkasten?

 

Der Instrumentenkasten enthält umfangreiche Informationen zu abgeschlossenen und laufenden Chancengleichheitsmaßnahmen und ermöglicht Nutzenden eine passgenaue Suche. Die durch GESIS recherchierten Informationen wurden hierfür in ein differenziertes Raster eingepflegt, welches insbesondere Angaben zum Inhalt, zu den Zielen sowie zu den Ergebnissen und Wirkungsweisen der Maßnahmen enthält. Des Weiteren finden Sie zu jeder in den Instrumentenkasten aufgenommenen Maßnahme Angaben zu den folgenden Kriterien:

 

  • Maßnahmenkategorien
  • Zielgruppen
  • Fächergruppen
  • Art der Einrichtung
  • Maßnahmenstatus
  • Laufzeit für Teilnehmende
  • Vergleichbare Maßnahmen usw.

 

Eine Übersicht über die Zuordnung der Wissenschaftsbereiche in die Fächergruppen erhalten Sie hier: http://www.dfg.de/fachkollegien. Erläuterungen und Beispiele zu weiteren im Recherchebereich verwendeten Kriterien und Bezeichnungen finden Sie hier.

 

Der Instrumentenkasten bietet außerdem die Möglichkeit, sich über weiterführende Details zu den vorgestellten Modellbeispielen zu informieren. So wird z.B. auf die federführenden Einrichtungen sowie Publikationen der Einrichtungen hingewiesen und verlinkt. Schließlich wird die Bandbreite des Instrumentenkastens noch dadurch erweitert, dass - soweit bekannt - auf vergleichbare Maßnahmen an anderen Einrichtungen hingewiesen wird.

 

Informationen zur Erschließung der Inhalte des Instrumentenkastens und zu den verschiedenen Online-Ansichten und Ausgabemöglichkeiten zu Modellbeispielen finden Sie unter dem Reiter "Hilfe".

 

 

 

2.4. Bundes- und Ländermaßnahmen zur Chancengleichheit

 

In die Sammlung von Modellbeispielen im Recherchebereich des Instrumentenkastens sind nur Maßnahmen aufgenommen, die nicht direkt vom Bund oder von den Ländern initiiert und finanziert sind. Der Grund hierfür ist, dass solche Maßnahmen nicht ohne Weiteres auf andere wissenschaftliche Einrichtungen übertragbar sind, da die Durchführung von der Aufnahme in die Programme bzw. von der Förderung von Bund und/oder Land abhängt. Um aber auch insoweit einen Überblick über das Spektrum zu ermöglichen, finden Sie eine Auswahl solcher bundes- oder landesfinanzierter Maßnahmen hier. Wir freuen uns — neben Hinweisen für die Aufnahme neuer Modellbeispiele in den Instrumentenkasten (s. hierzu unten Nr. 3) — auch über Hinweise und Informationen zu erprobten oder innovativen bundes- und länderfinanzierten Maßnahmen. Bitte richten Sie Ihren Hinweis mit dem Stichwort "Maßnahme Bund/Land" per E-Mail an: instrumentenkasten@dfg.de.

 

 

 

2.5. Wie wurden die Modellbeispiele ausgewählt?

 

Die im Instrumentenkasten enthaltenen Chancengleichheitsmaßnahmen sind von GESIS recherchiert, zusammengestellt, geprüft und bereitgestellt worden. Die abschließende Entscheidung über die Aufnahme einer Maßnahme trifft die DFG. Ihr Feedback zu den Inhalten des Instrumentenkastens richten Sie daher bitte an: instrumentenkasten@dfg.de.

 

Die Auswahl von Chancengleichheitsmaßnahmen durch GESIS erfolgt auf der Grundlage eines qualitätsgesicherten Auswahlprozesses mit dem Ziel, die Bandbreite von erprobten und innovativen Praxisbeispielen sichtbar zu machen und für eine gezielte Suche aufzubereiten. In einem mehrstufigen Verfahren wurden auf der Grundlage öffentlich zugänglicher Quellen Chancengleichheitsmaßnahmen ermittelt, deren wesentliche Informationen zusammengestellt und kategorisiert. Es erfolgte insbesondere eine Zuordnung zu den neun Maßnahmenkategorien (Gender-Aspekte in der Forschung, Gender-Mainstreaming, Gender-Sensibilisierung, Organisationsentwicklung und -steuerung, Personal / Nachwuchsförderung, Qualitätssicherung, Rekrutierung von Studierenden, Wissenschaftskultur, Work-Life-Balance).

 

Die recherchierten Chancengleichheitsmaßnahmen wurden nicht evaluiert, sondern auf der Grundlage der vorhandenen Informationen in einem summarischen Prüfverfahren analysiert und bewertet. Ausschlaggebend für die Auswahl waren insbesondere

 

  • die Schlüssigkeit des Maßnahmenkonzepts,
  • die Wirksamkeit bzw. die Ergebnisse der Maßnahmenumsetzung,
  • der Innovationscharakter oder die langfristige Erprobung der Maßnahme,
  • die zugänglichen Nachweise der Qualitätssicherung (Monitoring, Berichte, Evaluationen etc.) sowie
  • die strukturellen Rahmenbedingungen (Einbindung in ein Gesamtkonzept, Anbindung innerhalb der Einrichtung, Implementierung etc.),

 

soweit hierzu Informationen ermittelt werden konnten. Die Außendarstellung der Chancengleichheitsaktivitäten der Einrichtungen sowie der Umfang der veröffentlichten Informationen zu den oben genannten Prüfkriterien spielten hierbei eine wichtige Rolle.

 

Aus der Fülle der so ermittelten Chancengleichheitsmaßnahmen sind die Maßnahmen herausgefiltert worden, die geeignet sind, das größtmögliche Spektrum von Maßnahmen zur Verwirklichung der Chancengleichheit abzubilden. Hierbei dienten als Filter insbesondere die gebildeten Maßnahmenkategorien sowie die DFG-Gleichstellungsstandards. Die Inhalte des Instrumentenkastens wurden nach dem Prinzip "Varianz statt Masse" zusammengestellt. Beispielsweise wurden in den Maßnahmenkategorien "Work-Life-Balance" und "Personal / Nachwuchsförderung" nicht alle ermittelten Familien-Service-Büros und Mentoring-Programme aufgenommen, sondern exemplarisch diejenigen, die auf der vorhandenen Informationsbasis besonders geeignet sind, als Vorbild für andere Wissenschaftseinrichtungen zu dienen.

 

Eine detaillierte Beschreibung des Verfahrens zur Auswahl von Modellbeispielen für den Instrumentenkasten finden Sie hier.

 

3. Verfahren zur Änderung und Ergänzung von Modellbeispielen, Kontaktinformation

 

Die Inhalte des Instrumentenkastens werden kontinuierlich überprüft und ergänzt. Um die Richtigkeit und Aktualität der Informationen zu den Modellbeispielen zu gewährleisten und die Bandbreite von Chancengleichheitsmaßnahmen stetig zu vergrößern, bitten wir um Ihre Unterstützung!

 

3.1. Änderungen und Ergänzungen von vorhandenen Modellbeispielen

 

Sofern Angaben zu einer Maßnahme Ihrer Einrichtung nicht richtig oder nicht vollständig im Instrumentenkasten wiedergegeben sind, bitten wir Sie, Ihre Änderungs- oder Ergänzungswünsche mit dem Betreff "Änderung" oder "Ergänzung" an die folgende E-Mail Adresse zu richten: instrumentenkasten@dfg.de.

 

3.2. Neuaufnahme weiterer Modellbeispiele

 

Wir freuen uns über Hinweise und Informationen zu erprobten und innovativen Maßnahmen, die für eine Aufnahme in den Instrumentenkasten geeignet sind. Bitte richten Sie eine E-Mail mit dem Betreff "Vorschlag Modellbeispiel" und Angaben zum Titel und zum Inhalt der Maßnahme an: instrumentenkasten@dfg.de.

 

 

PDF-Fassung dieser Seite: Über den Instrumentenkasten